Suleica. Orion. Der Club.
Suleica. Orion. Der Club.

Suleica-Orion Treffen Pfingsten 2019 

Jungfernfahrt mit unserem Suleica 500 

07.06.2019

 

Es ist so weit, nach vielen Jahren die mein Superleicht Caravan auf seine „neue“ Jungfernfahrt warten musste, soll es heute endlich losgehen. „Familienzusammenführung“ steht auf dem Plan. Wir freuen uns riesig. Schon vor gefühlten 4 Wochen gab es die ersten Posts in unserer Facebook Gruppe: „Ich bin dann mal weg und mache mich auf den Weg nach Ühlingen-Birkendorf zum Clubtreffen 2019“. Wie genial ist das denn?

Ein wenig Neid kommt in mir hoch, dass das ein oder andere Mitglied bereits weit vorher die Reise antritt. Und, wie ich dann nach dem Treffen erfahren darf, auch weit danach erst beenden wird. Camperfreiheit…. Wie schön!

Aber jetzt geht es auch für uns endlich los

Nur noch „schnell“ den Wagen bepacken und dann kann es auch schon losgehen. Natürlich haben wir uns schlau gemacht, was denn zu beachten ist, wenn so ein Suleica beladen wird. Und dank einer aufklärenden Polizeisendung die zufälligerweise am Abend vorher während einiger Vorbereitungen nebenher lief hatten ich auch den „genialen“ Tipp, wenn man die Achse gerade so noch hochgehoben bekommt stimmt das schon mit den 75kg Stützlast. Also, schnell mal den beladenen Wagen leicht angelupft und… super, Hexenschuss, jetzt geht erst mal Garnichts. Klar, wenn man als Greenhorn vergisst die Stützen hoch zu fahren muss ja sowas passieren. Das fängt ja gut an. Glücklicherweise hat unser Zugfahrzeug Sitzheizung die dann die ganze Fahrt auch laufen darf. So wird es einigermaßen erträglich. Aber ein optimaler Beginn ist das trotzdem nicht. Mal schauen, wie es denn noch weitergehen soll.

Die Fahrt in den Schwarzwald verläuft unspektakulär. 

Auch wenn unser Navi sich erst einmal an die neue Situation gewöhnen musste, dass die Reisegeschwindigkeit bei weitem nicht so schnell sein würde, wie das bei einer Solofahrt ohne Gespann wäre. Somit kommen wir pünktlich mit dem Regen, allerdings 1,5 Stunden nach dem errechneten Ankunftstermin beim Schlüchtalcamping an.

Wunderschön die ersten Eindrücke der Gegend, wie verschlafen sich der Schwarzwald hier zeigt. Bäume hat es genug, Pferde und Kühe ebenso und „Landschaft“ wo das Auge nur so hinblickt. Ach, und Telefonnetz oder gar mobile Daten, … die sind Fehlanzeige hier. Die Welt scheint noch in Ordnung zu sein und die Vorfreude auf 4 wunderbare Tage scheint sich zu erfüllen. Wir sind einer der Letzten und dürfen somit vor den Augen der am Lagerfeuer verweilenden Clubkollegen noch eben „schnell“ den Wagen rückwärts einparken.

Da ist der Ehrgeiz natürlich riesengroß, aber mangelnde Erfahrung beim Einweisen und eine ständig rausspringende Arretierung für die Auflaufbremse scheinen das Einparken zu einem Fiasko werden zu lassen. Doch was wären Camper die sich nicht tatkräftig unterstützen würden, sei es durch, aufmunternde Tipps von allen Seiten (einigt euch doch mal auf zumindest gleiche Aussagen), lauthalsige „Halt“ Rufe 10m vor dem potentiellen Zusammenstoß (na toll jetzt ist die Rückfahrsperre schon wieder draußen)  oder natürlich dann doch vielen helfenden Händen beim manuellen einrangieren des Wagens.

Feuertaufe bestanden und gleich mal mit voller Macht in den Club eingeführt. Uschi die gute Seele der Fahrtorganisation kommt gleich auf uns zu, und begrüßt uns herzlich und Essen war auch schon für uns bereitet. So sitzen wir, nachdem auch die herausfordernde Elektrifizierung mit all den Fahrzeugen koordiniert war, noch gemütlich am Abend zusammen im Gemeinschaftszelt, versuchen trotz Regen ab und an das Feuer wieder anzuschüren oder fachsimpeln zu späterer Stunde im ein oder anderen Vorzelt.

Trotz Dämmerung sehe ich schon all die Suleica und Orions auf dem Platz in der Dämmerung schimmern und freue mich die Schätzchen bei Tageslicht bestaunen zu können. Die nass feuchten 8°C Außentemperatur hier auf 700m erinnern mich dann noch mal eindringlich daran, dass es doch vielleicht sinnvoll sein könnte die alte Truma Gasheizung wieder in Gang setzen zu sollen. Aber das wird wohl eines der nächsten Projekte, die so jeden von uns mit seinen Liebhaberstücken begleiten, wie ich die nächsten Tage erfahren sollte.

08.06.2019

Schön war sie unsere erste Nacht im Suleica. Bedeutend angenehmer wie Zelten, was wir bisher immer gemacht haben. Nur das Brötchen auf dem Platz am Vorabend bestellen, das haben wir aufgrund der mangelnden Erfahrung noch vergessen. Das sollte sich aber nicht verändern die nächsten Tage wie sich herausstellte. Aber Fahrräder haben wir ja dabei, was soll es, fahren wir halt in den nächsten Ort und besorgen dort unser Frühstück.

8 Suleica, 23 Orion-Gefährte und 5 Exoten fanden den Weg ins romantische Schlüchtal. Wie wir erfahren dürfen hat sich die letzten Jahre so einiges getan. Die Wägen werden Jahr für Jahr gepflegter und wie ihre Eigentümer jedes Jahr ein wenig reifer. 

Um 9.30 Uhr ging es dann los. Brauereibesichtigung steht auf dem Plan. Rothaus ist gerade mal 6km weit weg und ein organisierter Reisebus fährt uns zur höchstgelegenen Brauerei Deutschlands. 

 

Das Wetter ist wunderbar, die Sonne scheint und über 200 Treppenstufen, die wir während der Führung bewältigen dürfen, werden erfolgreich gemeistert. Was lernen wir während der Führung: 

 

 

  • Eine Pfandflasche kann bis zu 40-mal wiederverwendet werden

  • Jegliches verwendete Wasser bei Rothaus kommt aus den eigenen Quellen

  • 10 Braumeister und 20 Bierbrauer und Brauerinnen sorgen tagtäglich für eine gleichbleibende Qualität der Biere

  • Ein Lehrling in der heutigen Zeit muss nicht mehr, wie früher, in die alten Holzfässer durch den extra vorne ausgesparten Zugang (heutige Lehrlinge würden gar nicht mehr durchpassen) in die Holzfässer zur Reinigung klettern. Würden wohl Berufsgenossenschaften auch nicht mehr zulassen.

  • Nachhaltigkeit steht bei der Staatsbrauerei und Aktiengesellschaft, deren Besitz zu 100% beim Land Baden-Württemberg liegt, ganz weit im Fokus

  • Ein „Braumeisterbier“ kennt hier in der Gegend jeder Wirt. 90% alkoholfreies Bier mit 10% „echtem“ Bier gemischt ergeben eine gute Mischung aus Geschmack und Alkoholreduktion.

Und last but not least

  • Tannenzäpfle ist glutenfrei, was durchaus verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass eine der 4 Zutaten für Bier die Gerste ist.

Ein zünftiges Mittagessen in der hauseigenen Brauereistube füllt dann unsere Mägen und gibt die nötige Grundlage endlich auch die Biere probieren zu können, über dessen Herstellung wir 2 Stunden viele interessante Informationen erhalten hatten.

Gestärkt und gesättigt begab sich unsere Gruppe, nachdem wir im Shop noch einiges an Andenken und Versorgung für die nächsten Tage gesichert haben, auf den Rückweg. Der eine Teil mit dem Bus, ein anderer Teil zu Fuß durch den wunderbaren Schwarzwald entlang von Wiesen, Wäldern und Biberdämmen, die in der traumhaften Landschaft entstanden sind.

Am Abend wurde dann wieder, wie es die Tradition verlangt, das Lagerfeuer entfacht, wie immer unter fachkundiger Betreuung von Wolfgang. Auch der Grill wurde angeschmissen und das Bier im nahen Bach kühl gestellt.

Die Nachbar-Dauercamper Sepp und Jency kamen zu uns und hatten im Gepäck ihre Quetschkommode und die Mundharmonika. Somit verging der Abend mit Fachsimpelei, Musik, Gesang und flüssigen sowie festen Köstlichkeiten wie im Fluge.

09.06.2019. Pfingstsonntag.

Begrüßt wurden wir am Morgen durch Jency, der auf unseren Platz kam und erst einmal mit seiner Mundharmonika ein Ständchen als Morgengruß in unsere Wagenburg entließ. So kann ein Tag doch nur gut beginnen.

Und er sollte auch noch gut weitergehen, denn um 10.30 Uhr war zur Mitgliederversammlung eingeladen. Unser neuer Vorstand führte durch alle Tagesordnungspunkte die wir sehr produktiv, in allen Abstimmungen einstimmig, durchführen konnten. Es blieb zuletzt das positive Gefühl, was der eigentliche Sinn unseres Clublebens ist: 

Freundlicher Umgang miteinander, mit dem Ziel, zur Erhaltung unserer Gefährte uns gegenseitig zu helfen und zu unterstützen.

Mit diesem gestärkten Gemeinschaftsgefühl war dann auch schon bald das Mittagessen angesagt. Die Organisatoren hatten Spätzle mit Gulasch und Rotkraut für alle organisiert so dass wir uns für den später folgenden „Tag der offenen Tür“ stärken konnten.

Der fiel leider ein wenig ins Wasser, so dass erschwerte Bedingungen zu bewältigen waren. Aber trotzdem sind einige wenige, hart gesottene, zu uns gekommen um sich die Gefährte einmal aus der Nähe ansehen zu können.

Auch wir als Neulinge haben dabei so einiges gelernt. Was der Unterschied von Orion I, Orion II und Orion III ist, dass jedes Fahrzeug irgendwie ein Unikat ist, denn der Hersteller hat jegliche Wünsche in die Tat umgesetzt und dafür gesorgt, dass jeder Wagen anders ist. Dass wir auch vollkommene Exoten hier haben die in mühevoller Kleinstarbeit aus Chassis und Fahrwerk zusammengesetzt wurden und dass sogar ein komplett abgebranntes Orion-Fahrzeuge von Grund auf wiederaufgebaut wurde. Und so hörte man auf dem Platz einige spannende Geschichten um die Orion und Suleica Gefährte.

Den Abend verbringen wir wegen des Regens im Zelt und tauschen uns weiter aus, lernen uns besser kennen oder trinken gemeinsam das ein oder andere Getränk bevor einer nach dem Anderen müde, aber glücklich sich in seine Betten begibt.

10.06.2019

Es regnet nicht mehr! Die meisten, die heute wieder nach Hause fahren werden, können glücklicherweise „ihre Zelte“ im trockenen abschlagen. 

Es waren wunderbare 4 Tage die wir hier gemeinsam verbringen durften. Neue Freundschaften wurden geschlossen, Kontakte geknüpft, etliche Ratschläge ausgetauscht, dummes Zeug gequatscht, einfach nur beisammengesessen, Gemeinschaft gelebt, gegessen, getrunken und gesungen. Da bleibt nur zu sagen, dass das nächste Treffen 2020 fest eingeplant ist. Diesmal geht es wohl in den hohen Norden, Details werden folgen.

Last but not least soll natürlich auch Danke gesagt werden:

an

  • die Organisatoren Uschi und Fred, Trudi und Don Rodolfo, ihr habt mit Eurer Arbeit den Grundstein für ein wunderbares, verlängertes Wochenende geschaffen
  • die Vorstandschaft, die es geschafft hat uns in ihrem ersten Vorstandsjahr bereits von Ihrer Arbeit zu überzeugen
  • die Dauercamper vom Schlüchtalcampingplatz, die uns durch ihre freundliche Aufnahme und musikalische Unterstützung den Aufenthalt sehr angenehm gestaltet haben
  • dem Wettergott, der uns für das kommende Jahr versprochen hat sowohl die Temperaturen hochzuschrauben als auch die Wassermengen nicht an den Pfingsttagen abregnen lassen zu wollen, was er dieses Jahr leider noch nicht ganz so beherzigt hatte
  • und natürlich allen Mitgliedern, die mit Ihrer Anwesenheit, Offenheit, Hilfsbereitschaft und Tipps und Tricks die untereinander ausgetauscht wurden, für diese gelungene Clubausfahrt gesorgt haben.

 

Eure Frischlinge Nicole, Janne, Mathis und Philipp

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Freunde des SOC