Suleica. Orion. Der Club.
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Austausch der Lagerbuchsen (Hahn-Achse) – Suleica

Ein Danke an Frank C. für die Zusammenstellung zum Teil aus unseren Forumsbeiträgen

 

Anmerkungen, Erweiterungen und Berichtigungen sind ausdrücklich erwünscht!

Achtung: Diese Arbeit ist ohne eine passende Reibahle 
(meine Meinung) nicht machbar.

 

1.) Radmuttern lösen. Fzg. mit Wagenheber mittig anheben und auf Böcken sicher abstützen.

2.) Räder und Bremse, samt Ankerplatte entfernen. Die Kontermutter auf einer Radseite (SW 24/27) lösen (Befestigung Achse – Drehstab), die Innensechskantschraube (SW 12/14) herausdrehen (SW  unterschiedlich,  je nach Tragkraft der Achse). Schmiernippel ausbauen (nur erforderlich wenn in jeder Buchse ein Nippel eingebaut ist, dann sind es 4 an der Vorderseite der Achse).

3.) Den Schwingarm herausnehmen (evtl. unter Einwirkung eines Hammers – abwechselnd auf Schwingarm und Drehstab schlagen).

4.) Auf der anderen Seite ebenfalls die Kontermutter und die Innensechskantschraube lösen. Im Anschluss aber die Innensechskantschraube wieder anziehen (muss nur gangbar sein). Danach den Schwingarm und den Drehstab gemeinsam herausziehen / herausschlagen.

5.) Die vorderen Buchsen (mit einem Sägeblatt) aufsägen und herausnehmen. Die hinteren Buchsen gehen relativ selten kaputt, deshalb erst einmal eingebaut lassen. Ein passendes Rohr (Innendurchmesser des Achsrohrs zum Eintreiben der Buchsen) sollte vorhanden sein.

6.) Die neuen Buchsen, außen so weit abschleifen/abdrehen, das sie sich problemlos ca. 1 – 1,5 cm in das Achsrohr stecken lassen (0,05 - 0,5 mm je nach Buchse). Dann Eintreiben und im Anschluss mit der Reibahle auf das Maß der Schwinge bringen. Achtung: Auch die Schwinge könnte „eingelaufen“ sein.  Sollten in der Schwinge „Löcher“ sein, müssten diese erst einmal mittels „Auftragsschweißen“, (z. B. mit Cr-Mo-Elektrode) beseitigt werden. Danach muss die Schwinge wieder auf Maß plangedreht werden (geht nur auf großen Drehbänken, z. B. Kraftwerk / Lehrwerkstätten).

7.) Ist die Schwinge in beiden Buchsen weitgehend spielfrei und leicht zu bewegen, kann auf der anderen Seite Punkt 6. abgearbeitet werden. Sollte die Schwinge in der inneren Buchse Spiel haben, müsste Diese doch erneuert werden. Dazu das anfänglich benutzte Sägeblatt mit etwa 5 mm Überstand auf ein ausreichend langes Stück Rohr schweißen. Damit die Buchse in min. 3 Teile (besser 4) zersägen und herausnehmen. Danach die vordere (bereits passende) Buchse weiter in das Achsrohr treiben. Nun wie unter Punkt 6. beschrieben weitermachen. Eine Seite der Achse ist jetzt neuwertig. Löcher für Schmiernippel bohren / entgraten (evtl. sitzt nur ein Nippel zwischen den Buchsen, dann entfällt diese Arbeit).

8.) Der Drehstab: Ist er auf der Seite ohne Schwinge zusammen oder klafft er auseinander? Klafft er, muss er erst einmal mit einer Schraubzwinge zusammengedrückt, und anschließend verschweißt werden. Die Außenkanten sollten 45° gebrochen werden. Danach in die Schwinge einbauen und auf der anderen Seite die Schwinge entfernen. Klafft er auch hier – Schweißen – Kanten brechen.

9.) Auf der bereits fertigen Seite die Schwinge mit festgeschraubtem Drehstab einsetzen. Passt der Vierkant im Achsrohr – oder ist hier Spiel? Bei Spiel muss in der Mitte des Drehstabes ein Stück Blech eingesetzt werden (je eins hinter der 1. Lage oder eins direkt in der Mitte. Länge ca. 100 mm). Der Drehstab sollte jetzt fest sitzen und kein Spiel mehr haben. Drehstab und Schwinge wieder ausbauen.

10. Vorgänge auf der anderen Seite wiederholen. Nach Fertigstellung (Gummiringe nicht vergessen) alles gut abschmieren. In Zukunft regelmäßig (alle 3000 km/einmal im Jahr) eine Kontrolle der Drehstabbefestigung (Innensechskantschraube mit Kontermutter) und abschmieren. Vor dem Abschmieren immer die Nippel reinigen!!! Ein hochwertiges Fett z.B. Shell Retinax Grease LX 2 kann nicht schaden. Dann dürfte es für die nächsten 30 Jahre keine Probleme geben. Bei dieser Gelegenheit auch immer die Bremsen einstellen, dann gibt es auch keine Probleme beim nächsten Tüv-Termin.

 
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