Suleica. Orion. Der Club.
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230 V-Installation in Fahrzeugen

Ein Dank an den freundlichen Meister Ralf (Elektro-Meister) für diese schöne Zusammenfassung

 

Installation und Planung:

 

Mögliche Einspeisepunkte:
(Es ist eine CEE-Einspeise-Steckdose vorgeschrieben, die von Außen zugänglich sein muss, Ein Kabel durch Tür, Fenster oder sonstige Öffnungen ist nicht zulässig!)

Caravansteckdose (Einbaustecker) in die Karosserie einschneiden
- Heck, Seite, Unterboden oder Dach

 


Leitungen: 

Die Vorschrift sagt Mittelschwere oder Schwere Gummiaderleitung, aber auch PVC-Schlauchleitungen dürfen verwand werden mit dem Mindestquerschnitt im Fahrzeug: 1,5 mm² 

Die Niederspannungsleitungen dürfen nicht parallel zu dem Bordnetz verlegt werden (Verwechslungsgefahr, Gefahr wenn beide Kabel im Falle einer Beschädigung zusammen kommen) 

Aus Gründen der 'Selektivität' lieber einen B-10A Automaten für den Kurzschlussschutz verwenden. (2300W Max.) Dieser sollte im Regelfall ausreichen und im Fehlerfall vor der Sicherung am Stromverteiler auslösen. Das spart Ärger und Lauferei. Die Größe B-13A gibt es auch, Selektivität wird aber so nicht erfüllt. (Dann müssen überall im Fahrzeug Leitungen mit 2,5 mm² verlegt werden!


Als Zuleitung im Freien sollte auf Gummiaderleitung an stelle der PVC-Leitungen zurückgegriffen werden. 
Sie ist deutlich geschmeidiger, gerade bei niedrigen Temperaturen und hält auch so einiges mehr aus. 

Die Einspeisung, Zuleitung zum Fahrzeug (Kabeltrommel) muss generell 3-Adrig ausgeführt und mindestens 2,5mm² betragen. 
 

Schutzeinrichtungen: 

Hauptschalter, allpolig, besser: Ein FI-Schutzschalter ((RCD) Residual Current Device) 25 A Nennstrom, Fehlerstrom max. 30 mA (0,03A) 
Diese gibt's auch noch empfindlicher, sind natürlich noch sicherer: 10 mA Fehlerstrom (sind aber auch deutlich teurer...) 
(verhindert Brände und lebensbedrohlich hohe Körperströme) 
Normalerweise sollte jede Steckdose im Außenbereich über RCD geschützt sein, mit einem zusätzlich im Fahrzeug verbauten RCD wäre man jedoch garantiert Sicher... 
2-poliger Sicherungsautomat, B- Charakteristik, max. 16A (Kurzschlussschutz)oder altanativ ein Personenschutzautomat. 
Potentialausgleich in 4 mm² (Passive Schutzmassnahme zum Verhindern von gefährlichen Körperströmen) 
 

Schalter und Steckdosen: 

Möbeleinbauprogramm (Z.B. 'BERKER Mobil') 

Unterputz-Programm 
Auf Putz Programme (Hierbei auf Stabilität und Brandschutzzulassung achten - 'F'-Zeichen) 
 

Verlegung: 

Quick- oder Bügelschellen dienen zum Befestigen der Leitung oder des Schutzrohres, dieses ist vorgeschrieben. 

Leitungen sind generell gegen mechanische Beschädigungen zu schützen. 
Es sollte Schutzrohr in den Hohlräumen, sowie Stutzen oder Tüllen zum Schutz bei Durchführungen durch Blech, Holz, GFK etc. verwendet werden. 
Es wird von Klebeschellen oder doppelseitigem Verlegeband abgeraten, erfahrungsgemäß hält das nicht lange. 
Es macht beim Möbelprogramm (Schalter, Steckdosen) Sinn, die Leitungen einzeln zu ziehen, und nicht durchzuschleifen 
(der Klemmraum ist sehr eng in den Steckdosen) 
Massive Leiter sind im Fahrzeug generell nicht zulässig. 
Eine Erdungsleitung ist verbindlich vorgeschrieben (Potentialausgleich). 
Dies dient u. A. zur Anhebung des Potentials im Fehlerfalle bzw. zum Abführen des Fehlerstromes. 
Die Erdung ist flexibel, mind. in 4mm² (besser 6mm²) und isoliert (Grün/Gelb) aus zu führen. 
Kurze aber sichere Leitungswege! 
 

Anschluss: 

Werden Dosen zum Verdrahten eingesetzt müssen diese später unbedingt zugänglich sein. 
Es ist sinnvoll diese dauerhaft und unverwechselbar als 230V Anschlüsse zu kennzeichnen. 
Empfehlenswert sind generell Steckklemmen mit Federkontakt zum Verdrahten zu verwenden. 
Hier besteht keine Gefahr das durch die Fahrzeugbewegung eine Ader bricht oder eine Klemmverbindung sich löst. 
Ich empfehle dann lieber ein größeres Sicherungsgehäuse zu verwenden, so hat man alle Anschlüsse kompakt an einer Stelle. 
Dies erleichtert auch die Klemmarbeiten oder eine mögliche spätere Fehlersuche. 
Der Schutzleiter sollte immer etwas länger gelassen werden als die spannungsführenden Drähte. 
Bei Schraubverbindungen oder nicht speziell dafür vorgesehenen Steckklemmen sind Aderendhülsen auf die flexiblen Aderenden zu pressen. 
(Mit einem entsprechendem Werkzeug, nicht mit dem für die KFZ-Verbinder!!!)
Der Schutzleiter für den Potentialausgleich muss grün/gelb gekennzeichnet und über die gesamte Länge isoliert sein. Dieser ist flexibel auszuführen, in Cu (Kupfer), mind.4 mm² Einzelader. 
Es müssen alle leitfähigen berührbaren Teile der Karosserie fest und leitfähig miteinander und dann mit dem Schutzleiter verbunden werden. 
Die blauen CEE- Stecker haben Anschlusskennzeichnungen, es ist festgelegt auf welchen Kontakt die Phase und der Neutralleiter geklemmt werden müssen. 

 

 

Tipp: 

Es wird für Campingplätze europaweit mittlerweile (fast) immer ein CEE-Stecker benötigt. 

Man sollte sich einen Adapter von Schuko auf CEE-Norm anfertigen oder im Zubehör besorgen 
Steckverbindung der Einspeisung: CEE-Norm, 220-240V~ 16A, 2 P + PE 6h (blau, polunverwechselbar) 
Bezug: Über das Internet, einem Elektriker oder Händler vor Ort) 
 

 

Anmerkung:

Nicht das es nicht auch anders ginge... Einige haben sich richtig was einfallen lassen. 
Die Installation muss aber fachmännisch und sicher ausgeführt werden. 
Beachte die geltenden Bestimmungen, es könnte sonst schnell zu einem tödlichen Stromunfall oder Brand kommen.

 

Haften muss letztendlich der 'Betreiber der Anlage' - DU. 

 


Elektroinstallationen sind definitiv nichts für Hobbybastler! 

 

Netzanschluss: Mindestquerschnitt im Fahrzeug = 1,5 mm² 
(2,5 mm² von CEE-Steckdose zum Sicherungskasten)

Einspeisung: Verlängerung, Kabeltrommel, max. Länge 25m, mind. = 2,5 mm²

Sicherungsautomat: 2-polig, Auslösecharakteristik: B-16 A (gerne = B-10 A)

Hauptschalter 2 pol., empfohlen: RCD (FI-Schutzschalter): 25 A / 0,03 A (30 mA) (gerne 10 mA)

Schutzleiter: Flexibel, Querschnitt mindestens = 4,0 mm² (Besser 6 mm², da höheren mech. Festigk.), Isoliert, Grün/Gelb

Einspeisung: Aussensteckdose (blau) CEE-Norm 220-240V~50 Hz, 16 A, 2P+PE 6h

Leitung: Querschnitt mind. 1,5 mm², Länge im Fahrzeug nicht problematisch

Leitung: Querschnitt mind. 2,5 mm² Länge, Einspeisung immer so kurz wie möglich halten (max. 25 m!)

Die Abschaltbedingungen müssen erfüllt sein.

Der Schleifenwiderstand im KFZ sollte auf keinen Fall 1 Ohm überschreiten (Messung)

Niemals den Schutzleiter schaltbar machen!

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